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Baudatenabweichungen in BIM-Workflows integriert
Hexagon Multivista und Revizto integrieren Abweichungsanalyse in BIM-basierte Issue-Verfolgung zur Verbesserung von Koordination und Nachverfolgbarkeit in komplexen Bauprojekten.
hexagon.com

Hexagon Multivista hat seine Abweichungserkennung „Analyze“ in die BIM-Kollaborationsplattform von Revizto integriert. Dadurch können Bau- und Planungsteams erkannte Kollisionen und geometrische Abweichungen direkt in koordinierte digitale Modelle übertragen. Die Integration richtet sich an gewerbliche Hochbau- und Großprojekte, die strukturierte BIM-Workflows für Koordination und Qualitätssicherung einsetzen.
Kontext der Zusammenarbeit
Hexagon ist ein Anbieter von Messtechnologien; die Division Multivista liefert Baudokumentation und Abweichungsanalysen auf Basis von vor Ort erfassten Bestandsdaten. Revizto entwickelt eine BIM-Intelligence-Plattform zur Modellkoordination und Issue-Verfolgung für Architektur-, Ingenieur- und Bauprojekte (AEC).
Großprojekte arbeiten typischerweise mit föderierten BIM-Modellen mehrerer Fachdisziplinen. Abweichungen zwischen Soll-Planung und Ist-Ausführung – identifiziert durch Punktwolken, Bilddokumentation oder geometrische Analysen – müssen strukturiert kommuniziert und im Koordinationssystem nachverfolgt werden. Eine manuelle Übertragung zwischen Systemen kann zu Medienbrüchen und Verzögerungen führen. Die Kooperation adressiert diese Interoperabilitätslücke innerhalb der digitalen Infrastruktur der Projektkoordination.
Technische Lösung und Systemarchitektur
Hexagon Multivista Analyze verarbeitet erfasste Bestandsdaten und identifiziert geometrische Abweichungen sowie Kollisionen im Vergleich zum BIM-Modell. Über die neue Schnittstelle können ausgewählte Abweichungen direkt in das Issue-Log von Revizto übertragen werden.
Technisch erfolgt eine strukturierte Datenübergabe zwischen dem Abweichungsmodul und dem Revizto Collaboration Hub. Metadaten wie Positionsinformationen, Modellreferenzen und beschreibende Parameter bleiben dabei erhalten. Nach dem Import wird das Issue Teil des koordinierten Modells und kann gemäß etablierten BIM-Prozessen zugewiesen, kommentiert und nachverfolgt werden.
Die Integration unterstützt standardisierte BIM-Workflows, indem sie Analyseergebnisse in dieselbe Umgebung einbindet, die für multidisziplinäre Koordination genutzt wird. Separate Nachverfolgungssysteme werden reduziert, und die Verknüpfung von Reality-Capture-Analyse und modellbasierter Prüfung wird systematisch hergestellt.
Implementierung und Einsatz
Die Integration ist innerhalb von Hexagon Multivista Analyze verfügbar und für Projekte ausgelegt, die Revizto als Koordinationsplattform einsetzen. Eine zusätzliche Issue-Tracking-Software ist nicht erforderlich; Abweichungsdaten werden in bestehende Projektbereiche übertragen.
Hexagon verantwortet Erfassung und Analyse der Abweichungen, während Revizto Visualisierung, Aufgabenverteilung und Kollaboration im föderierten BIM-Modell bereitstellt. Die Einführung kann schrittweise erfolgen, da einzelne Abweichungen gezielt übertragen werden können.
Anwendungen und betrieblicher Nutzen
Typische Einsatzfelder sind komplexe Büro- und Gewerbebauten, Gesundheitsimmobilien sowie Infrastrukturprojekte mit hohen Anforderungen an Maßhaltigkeit und Toleranzmanagement. Anwendungsfälle umfassen die Prüfung von Tragwerkskomponenten, MEP-Koordination sowie Fassadenausrichtung.
Durch die direkte Verknüpfung von Abweichungserkennung und modellbasierter Issue-Verfolgung werden manuelle Datentransfers reduziert und die Nachverfolgbarkeit von Korrekturmaßnahmen verbessert. Dies erhöht die Prozessstabilität in Koordinationszyklen und unterstützt eine strukturierte Dokumentation von Nichtkonformitäten im Bauablauf.
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