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Breitband-Ausbau: 5G FWA über bestehende Koaxialnetze
InCoax Networks nutzt vorhandene Koaxialkabel zur Verteilung von Multi-Gigabit-Konnektivität in dicht besiedelten Wohngebäuden.
www.incoax.com

InCoax Networks AB hat ein Bereitstellungsmodell eingeführt, das 5G-mmWave-Fixed-Wireless-Access (FWA) als leistungsfähigen Backhaul für Mehrfamilienhäuser (MDUs) verwendet. Durch die Integration in die bestehende gebäudeinterne Koaxialinfrastruktur können Netzbetreiber die Verfügbarkeit von Breitband in dicht besiedelten städtischen Gebieten beschleunigen, ohne dass aufwendige physische Neuverkabelungen erforderlich sind.
Überwindung der Dämpfung von Innensignalen
5G-Technologien im Hochfrequenzbereich und mmWave bieten zwar hohe Kapazitäten auf kurze Distanz, unterliegen jedoch einer erheblichen Signaldämpfung durch physische Barrieren wie Wärmeschutzverglasungen oder Betondecken. Um diese Einschränkungen zu umgehen, fängt die InCoax-Lösung das Funksignal an der Außenseite des Gebäudes ab und überträgt die Datenkapazität über das bereits vorhandene Koaxialkabelnetz des Gebäudes. Dieser Ansatz liefert Multi-Gigabit-Kapazitäten direkt an die einzelnen Teilnehmer und umgeht so die Hindernisse bei der Signalpenetration von mmWave-Frequenzen innerhalb von Gebäuden.
TR-507-Architektur und Netzwerkverteilung
Das System basiert auf der TR-507-Architektur des Broadband Forum, die einen standardisierten Rahmen für die Nutzung einer einzelnen 5G-FWA-Verbindung als geteilten Backhaul für ein gesamtes Objekt schafft. Die auf MoCA Access basierende Plattform verteilt diese externe Kapazität von einer zentralen Steuereinheit an die Netzabschlusspunkte in jeder Wohneinheit. Diese Netzwerkkonfiguration wahrt die Trennung der einzelnen Teilnehmer, stellt differenzierte Quality-of-Service-Parameter sicher und bietet volle betriebliche Kontrolle über das interne Netzwerk.
Die kürzlich gemeinsam mit Nokia auf der Network X in Paris demonstrierte Mehrmieter-Architektur wurde entwickelt, um den baulichen Aufwand zu reduzieren, der normalerweise mit Glasfaserinstallationen in Mehrfamilienhäusern verbunden ist. Craig Thomas, CEO und Präsident des Broadband Forum, weist darauf hin, dass der TR-507-Standard 5G-FWA als gemeinsamen Backhaul für MDUs behandelt und etablierte gebäudeinterne Medien nutzt, um einzelne Wohnungen zu erreichen. Jakob Tobieson, CEO von InCoax Networks, bestätigt, dass die Wiederverwendung bestehender Koaxialnetze mit MoCA Access einen skalierbaren FWA-Ausbau in MDUs ermöglicht, da physische Eingriffe durch Neuverkabelungen entfallen.
Skalierbare Infrastrukturmigration
Dieser gebäudezentrierte Bereitstellungsansatz bewahrt einen langfristigen Migrationspfad für Netzbetreiber. Das gebäudeinterne MoCA-Access-Netzwerk kann zunächst über einen 5G-FWA-Backhaul betrieben werden und später auf eine direkte Glasfaserzuführung umgestellt werden, sobald Glasfaser bis zum Gebäude verfügbar ist. Dies stellt sicher, dass die installierte Verteilungshardware auch bei künftigen Änderungen der Weitverkehrsnetz-Topografien funktionsfähig bleibt.
Zusätzlicher Kontext: Technische Spezifikationen und Benchmarking
Im Breitbandsektor erfordert der vollständige Ausbau von Fiber-to-the-Premises (FTTP) in bestehenden Mehrfamilienhäusern erhebliche Investitionskosten und invasive Bauarbeiten. Alternative Netzwerkstandards wie G.fast über verdrillte Kupferleitungen und G.hn über Koaxialkabel ermöglichen zwar ebenfalls eine konkurrenzfähige Nutzung von Bestandsleitungen. Der MoCA-Access-Standard ist jedoch explizit auf Koaxial-Topologien mit mehreren Endpunkten optimiert und ermöglicht symmetrische Gigabit-Datenraten bei hoher Immunität gegen elektromagnetische Störungen, die in dichten Wohnumgebungen üblich sind. Indem die 5G-mmWave-Verbindung an der Gebäudeaußenseite terminiert und MoCA Access für die finale Verbindung genutzt wird, erreichen Betreiber Latenz- und Zuverlässigkeitswerte, die drahtlose Indoor-Mesh-Netzwerke durch tragende Wände hindurch nicht replizieren können.
Redaktionell bearbeitet von Lekshman Ramdas, Induportals-Redakteur – angepasst durch KI.
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