GEZE präsentiert vernetzte Türtechnik auf der BAU 2027
Fokus auf die Türschließergeneration TS 7000, das Pivot-System Axira und die Gebäudeautomationslösung myGEZE Connectivity.
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Auf der Weltleitmesse BAU 2027 (11. bis 15. Januar in München) demonstriert GEZE unter dem Motto „Ready for more“, wie moderne Sicherheitstechnik und digitale Vernetzung zu einem ganzheitlichen Gebäudemanagement verschmelzen. Auf über 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche (Halle B1, Stände 538-539) präsentiert das Unternehmen seine neuesten Lösungen für einen wirtschaftlichen und komfortablen Gebäudebetrieb. Im Zentrum des Messeauftritts stehen Innovationen, die höchste architektonische Ansprüche mit strengen Barrierefreiheits- und Brandschutznormen vereinen.
Innovativer Öffnungskomfort und schwere Pivot-Türen
Eines der zentralen Highlights ist die neue Türschließergeneration TS 7000. Dank der patentierten Easyflow-Technologie vereint das System ein besonders leichtgängiges Öffnen mit einem kraftvollen, zuverlässigen Schließverhalten, was insbesondere in Fluchtwegen und Brandschutzschleusen kritisch ist. Die Variante für zweiflügelige Türen (TS 7000 GF SC EH SD) integriert einen Rauchschalter und eine elektrische Feststellung, die bei Rauchentwicklung selbsttätig auslöst. Zudem stellt GEZE das System Axira vor – den ersten nach EN 16005 zertifizierten Antrieb für Pivot-Türen. In München wird erstmals eine zweiflügelige Ausführung gezeigt, die in der Lage ist, massive Türflügel mit einem Gewicht von bis zu 450 Kilogramm und Abmessungen von 2,4 mal 4,0 Metern vollautomatisch zu bewegen, was Architekten völlig neue Gestaltungsspielräume in repräsentativen Eingangsbereichen eröffnet.
Gebäudeautomation und Speziallösungen für extreme Umgebungen
Die physische Türtechnik wird durch die browserbasierte Software myGEZE Control Viewer nahtlos in die Gebäudeleittechnik integriert. Betreiber können damit den Status von Automatikantrieben und Rettungswegsystemen zentral auf einem Dashboard überwachen und steuern. Im Bereich der Personensicherheit zeigt der Drehtürantrieb Powerturn Self-Evacuation, wie durch eine tastergesteuerte automatische Öffnung im Alarmfall die barrierefreie Selbstrettung für mobilitätseingeschränkte Personen gewährleistet wird. Für extreme Umgebungsbedingungen komplettiert der neue Schiebetürantrieb HPRdrive (IP66-Schutz, seewasserfest, erweiterter Temperaturbereich) das Portfolio, während das thermisch getrennte Profilsystem GCprofile Therm nun auch Einbruchhemmung der Widerstandsklasse RC3 in Schiebetürsystemen bietet.
Zusätzlicher Kontext: Nockenscheibentechnologie und die Kinetik massiver Pivot-Türen
Dieser Abschnitt detailliert die biomechanischen und physikalischen Prinzipien der Türsteuerung, die nicht in der ursprünglichen Pressemitteilung enthalten sind.
Um die strengen Barrierefreiheitsnormen (wie DIN 18040 und DIN SPEC 1104) zu erfüllen, bei denen das maximale Öffnungsmoment strikt limitiert ist, stoßen herkömmliche Zahntrieb-Türschließer an physikalische Grenzen, da sie einen linear ansteigenden Kraftaufwand erfordern. Moderne Systeme wie der TS 7000 nutzen hingegen eine asymmetrische Nockenscheibentechnologie (Cam-Action). Diese Mechanik moduliert die Drehmomentkurve so, dass der Öffnungswiderstand nach den ersten Graden drastisch abfällt, was Kindern und körperlich eingeschränkten Personen ein müheloses Passieren ermöglicht. Gleichzeitig speichert die Feder ausreichend Energie, um die Tür am Ende des Schließvorgangs sicher ins Schloss fallen zu lassen – selbst gegen den Überdruck von Lüftungsanlagen oder in Aufzugsvorräumen.
Die Automatisierung schwerer Pivot-Türen (bis zu 450 kg) stellt derweil eine enorme kinetische Herausforderung dar. Nach der europäischen Sicherheitsnorm EN 16005 für kraftbetätigte Türen müssen die auftretenden dynamischen Kräfte und die Aufprallenergie streng begrenzt werden, um Quetsch- und Schergefahren auszuschließen. Ein Antriebssystem für derart massive Türflügel erfordert hochauflösende Motor-Encoder und ausgeklügelte Bremsalgorithmen, um die enorme Massenträgheit beim Stoppen oder bei einer Hinderniserkennung in Millisekunden sicher abzubauen (Dissipation), ohne das Getriebe zu überlasten oder Personen zu gefährden.
Bearbeitet von einem Industrie-Journalisten, Lekshman Ramdas, mit KI-Unterstützung.
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